Schenkungssteuer: Was Sie über Steuerpflicht, Freibeträge und Einsparungen wissen müssen

Wenn Sie etwas verschenken – sei es Geld, eine Immobilie oder ein Auto – kann Schenkungssteuer, eine Steuer, die auf den Wert von Geschenken erhoben wird, die von lebenden Personen übertragen werden. Auch bekannt als Schenkungsteuer, tritt sie nicht bei jedem Geschenk auf – aber wenn sie fällig ist, kann sie schnell tausende Euro betragen. Viele glauben, nur große Vermögenswerte wie Häuser seien betroffen. Doch schon ein Geschenk von 50.000 Euro an ein Kind kann steuerpflichtig sein – wenn der Freibetrag überschritten wird.

Der Freibetrag für Schenkungen, der steuerfreie Betrag, den Sie pro Empfänger und alle 10 Jahre nutzen können ist entscheidend. Eltern können jedem Kind bis zu 400.000 Euro steuerfrei schenken. Großeltern haben 200.000 Euro pro Enkel. Diese Freibeträge gelten nicht nur für Geld, sondern auch für Immobilien, Fahrzeuge oder Wertpapiere. Werden sie überschritten, wird der übersteigende Teil mit bis zu 30 Prozent besteuert – je nach Verwandtschaftsgrad. Die Erbschaftsteuer, die auf Vermögen nach dem Tod erhoben wird, das an Erben übergeht hat dieselben Freibeträge. Das bedeutet: Wenn Sie Ihrem Kind jetzt 300.000 Euro schenken, bleibt Ihnen noch 100.000 Euro Freibetrag für eine spätere Erbschaft – oder für ein weiteres Geschenk nach 10 Jahren.

Ein häufiger Fehler: Man denkt, eine Schenkung sei einfach, wenn man das Geld überweist. Doch das Finanzamt prüft genau, wer was bekommen hat, wann und wie. Wer eine Immobilie verschenkt, muss den Wert richtig ermitteln – nicht den Kaufpreis, sondern den aktuellen Verkehrswert. Werden dabei Fehler gemacht, drohen Nachzahlungen und Zinsen. Auch wenn Sie Ihr Haus an Ihr Kind übertragen, aber weiter darin wohnen, kann das als "Schenkung mit Wohnrecht" gelten – und das ändert alles. Die Schenkungssteuer ist kein Problem für Reiche, sondern für Familien, die planen, ihr Vermögen sinnvoll weiterzugeben – ohne unnötig Steuern zu zahlen.

Was Sie in den Beiträgen hier finden, sind klare, praktische Anleitungen: Wie Sie die Freibeträge optimal nutzen, wann Sie eine Schenkung besser verzögern, wie Sie mit einem Testament und einer Schenkung zusammenarbeiten, und warum viele Menschen bei der Übergabe von Immobilien falsch vorgehen – und dabei Tausende Euro verlieren. Keine Theorie. Nur das, was wirklich zählt.

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