Lineare Abschreibung: So funktioniert sie bei Immobilien, Türen und Handwerksinvestments
Die lineare Abschreibung, eine steuerliche Methode, bei der der Wert einer Anlage gleichmäßig über ihre Nutzungszeit abgeschrieben wird. Auch bekannt als geradlinige Abschreibung, ist sie die einfachste und häufigste Form, um Investitionen in Immobilien, Innentüren oder Sanierungsarbeiten steuerlich abzusetzen. Du kaufst eine neue Holztür vom Schreiner für 1.200 Euro? Oder du sanierst den Keller für 8.000 Euro? Mit der linearen Abschreibung kannst du diese Kosten nicht in einem Jahr absetzen – sondern über mehrere Jahre verteilt. Das reduziert deine jährliche Steuerlast und macht große Ausgaben planbar.
Diese Methode gilt nicht nur für Gebäude, sondern auch für Innentüren, eine dauerhafte Einrichtung, die als Anlagevermögen gilt, wenn sie fachmännisch eingebaut und langfristig genutzt wird. Eine massiv gefertigte Zimmertür aus Eiche, die du in deinem Haus installierst, zählt als Anlage. Sie hat eine Nutzungszeit von 25 bis 40 Jahren – je nach Material und Einbau. Das bedeutet: Du schreibst 1.200 Euro über 30 Jahre ab, also 40 Euro pro Jahr. Klingt wenig? Aber wenn du 10 Türen austauschst, kommen 400 Euro pro Jahr zusammen. Und das ist nur ein Teil deiner Abschreibungen.
Die Steuerabschreibung, die Möglichkeit, Anschaffungskosten über die Zeit als Betriebsausgaben abzusetzen, um die Einkommensteuer zu senken funktioniert nur, wenn du die Anlage tatsächlich nutzt. Eine Tür, die du nur aufbewahrst, zählt nicht. Ein Keller, den du nicht bewohnst, kann nicht abgeschrieben werden. Es muss ein wirtschaftlicher Zusammenhang bestehen. Das gilt auch für Handwerksinvestments, Arbeiten wie Duschrinnen-Einbau, Fassadensanierung oder Barrierefreiheit nach DIN 18040, die den Wert deiner Immobilie dauerhaft erhöhen. Diese Maßnahmen sind nicht Reparaturen – sie sind Verbesserungen. Und genau die kannst du abschreiben.
Warum ist das wichtig? Weil viele Hausbesitzer glauben, sie müssten alle Kosten im ersten Jahr absetzen. Das ist falsch. Die Finanzämter prüfen genau, ob du die lineare Abschreibung korrekt anwendest. Ein Fehler kann zu Nachzahlungen führen. Aber richtig gemacht, spart sie dir über zehn Jahre Tausende Euro. Du musst nur wissen, was du abschreiben darfst, wie lange du es absetzen kannst und wo die Grenzen liegen.
In den folgenden Artikeln findest du konkrete Beispiele: Wie du eine Kellersanierung steuerlich optimierst, warum eine barrierefreie Duschrinne abgeschrieben werden kann, und wie du bei der Sanierung deiner Zimmertüren nicht mehr Geld verlierst als nötig. Keine Theorie – nur das, was wirklich zählt.
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