Eigenleistung Grenzen: Was du selbst machen darfst und was dir droht

Wenn du Eigenleistung, die selbst erbrachte Arbeit an deinem Haus oder Apartment, ohne professionelle Beauftragung. Auch bekannt als Selbstleistung, ist sie ein gängiger Weg, um Kosten zu sparen – aber nur, wenn du die rechtlichen und sicherheitstechnischen Grenzen kennst. Viele glauben, dass sie alles tun können, was mit Hammer und Bohrer zu tun hat. Doch das ist ein gefährlicher Irrtum. Eigenleistung ist kein Freibrief, sondern eine Verantwortung – und die kann dich teuer zu stehen kommen, wenn du sie missachtest.

Die Grenzen der Eigenleistung liegen nicht nur in deinem Können, sondern in der Gesetzeslage. Wer eine Bauhaftung, die rechtliche Verantwortung für Schäden, die durch eigene Arbeiten entstehen ignoriert, riskiert nicht nur Strafen, sondern auch Schadensersatzansprüche. Ein falsch montierter Heizkörper, eine unsachgemäße Elektroinstallation oder eine unsichere Treppenkonstruktion – das sind keine Kleinigkeiten. Sie können zu schweren Unfällen führen, und als Bauherr trägst du die volle Haftung. Selbst wenn du einen Handwerker beauftragt hast, aber selbst mitgearbeitet hast, bist du nicht automatisch aus der Verantwortung entlassen. Die Bauherrenhaftpflicht, die Versicherung, die dich als Bauherr vor Schäden durch eigene oder fremde Arbeiten absichert deckt oft nicht, was du selbst falsch gemacht hast – besonders wenn du ohne Fachkenntnisse an technisch kritischen Stellen herumgebaut hast.

Was du wirklich tun darfst? Malern, verlegen, montieren – aber nur, wenn es keine bauordnungsrechtliche Genehmigung erfordert und keine sicherheitsrelevante Installation betroffen ist. Ein Regal an die Wand? Klar. Die Heizungsleitung verlegen? Nein. Eine Duschrinne einbauen? Nur, wenn du die Abdichtung und Gefälle korrekt umsetzt – sonst wird der Keller nass, und du zahlst für den Schaden. Die meisten Menschen unterschätzen, wie viel Wissen hinter scheinbar einfachen Arbeiten steckt. Ein Fehler in der Abstandsflächen-Berechnung, eine falsche Dämmung oder eine nicht genehmigte Wandöffnung – das sind keine Kleinigkeiten, die du später einfach wieder rückgängig machen kannst. Die Folgen: Bußgelder, Zwangsvollstreckung, oder dass deine Versicherung den Schaden nicht übernimmt.

Was du nicht tun darfst, ist, dich auf Baustellen zu verstecken, als wäre nichts passiert. Die Verkehrssicherungspflicht, die Pflicht, Baustellen so abzusichern, dass Dritte nicht gefährdet werden gilt auch für dich. Ein offener Keller, eine nicht gesicherte Leiter, ein ungezäunter Bauhof – das ist keine Eigenleistung, das ist Fahrlässigkeit. Und wenn jemand stürzt? Dann wirst du nicht nur den Schaden bezahlen, sondern auch mit einem Strafverfahren rechnen müssen. Viele Bauherren merken erst nach dem Unfall, dass sie keine Versicherung haben, die das abdeckt – weil sie selbst gearbeitet haben.

Du willst sparen? Dann mach es richtig. Hol dir eine Beratung, bevor du anfängst. Lass dir sagen, wo du helfen darfst – und wo du lieber einen Profi rufen solltest. Die besten Eigenleistungen sind die, die du nicht machst, weil du weißt, wann du Hilfe brauchst. In der Sammlung unten findest du konkrete Beispiele, wo Eigenleistung sinnvoll ist – und wo sie gefährlich wird. Von Fotodokumentation bis zur Dachsanierung: Hier lernst du, wie du dich schützt, ohne dich zu überfordern.

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